UNESCO 06 / Das etwas andere Sportfest

Auch im Jahr 2006 fanden verschiedene Aktivitäten statt:

  • Das etwas andere Sportfest
  • Besuch der Tschernobyl-Kinder am 14.06.2006 
  • Spende für die 'St Joseph's Tamil School

 

 

 

Spende für die 'St Joseph's Tamil School

Fra (Bruder) Gunam aus Tricomalee/Sri Lanka zeigt Fotos von den Tzunamischäden und den bisherigen Aufbauarbeiten, die nach nun 1½ noch nicht so weit fortgeschritten sind, wie es wünschenswert wäre. So leben z.B. viele Familien immer noch in Zelten. Erfreulich sind die Sozialprojekte, die Fr. Gunam in Schule, Kindergarten und Waisenhaus durchführt, die seiner Gemeinde angegliedert sind.

Dafür werden wir unsere 2000€ „Tzunami-Geld“ zur Verfügung stellen, die wir bereits im April 2005 durch freiwillige Schülerarbeiten sammeln konnten. Durch diesen jetzt begonnenen direkten Kontakt hoffen wir auf eine lange andauernde Partnerschaft, in der die Schüler und Schülerinnen per Internet oder Post in einen intensiven Austausch treten werden. Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt. Der Besuch von Fra Gunam hat uns jedenfalls sehr gefreut und auch inspiriert.

„Das etwas andere Sportfest“

 Lebens(t)raum Sport, fit fair, friedlich, für eine Welt

RALF HEINTEL(Lehrer):

Dem Motto des diesjährigen internationalen UNESCO Projektags folgten am 26.4.06 neun UNESCO Projektschulen aus Neuss, Heinsberg, Duisburg, Bonn, Krefeld, Essen, Viersen. Gastgeber dieses ungewöhnlichen Sportfestes war die UNESCO Schule Kamp-Lintfort. In den Turnhallen des Schulzentrums wurden Sportspiele durchgeführt wie Turnschuhtennis, Bettlakenvolleyball, Staffeln mit Pedalos und Rollbrettern, Fliegenklattschenhockey, Abenteuerparcours. Dabei stand das friedliche gemeinsame Sporttreiben an erster Stelle. Besonders gelungen war der Versuch, dass jede Mannschaft aus je einem Schüler/Schülerin der neun teilnehmenden Schulen bestand. So spielten Jungen und Mädchen von Grund-,Haupt-Real-,Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskolleg miteinander und profitierten von den unterschiedlichen Stärken jedes Einzelen. Gespielt wurde mit sog. „Fairen Bällen“, das sind Bälle mit dem Transfair Siegel, welches den Menschen in Pakistan, die diese Bälle herstellen, einen Fairen Lohn garantiert. Nach dem gemeinsamen Mittagessen zeigten Schülerinnen und Schüler des Kurses Darstellen und Gestalten das Tanztheater Feuervogel zur Musik von Strawinsky.

UNESCO Projektschulen fühlen sich in besonderem Maße verpflichtet, sich für eine faire und friedliche Welt einzusetzen. Dieses Sportfest hat gezeigt, dass „Pflicht Erfüllung“ auch Spaß machen kann.

Isabell Weiler Klasse 5a:

Beim UNESCO-Sportfest an der UNESCO-Gesamtschule Kamp-Lintfort am 26.04.2006 war die die Hölle los. Es gab ein „Horde“ Kinder, die an diesem Sportfest teilgenommen haben, natürlich aus verschiedenen Schulen. Jeweils 20 Schüler und Schülerinnen aus neun UNESCO Schulen kamen zu uns. Die Kinder wurden nach Farben der T-Shirts sortiert. Sie sollten am Anfang rote, blaue oder weiße T-Shirts anziehen. Und nun zu den Spielen. Es gab 6 verschiedene Hallen, in denen jeweils ein Spiel gespielt wurde.

In Halle 1 hieß das Spiel „Bretterschieben“. Bei diesem Spiel musste man ungefähr 9 Hütchen hinstellen und man musste ein Schiebebrett haben, also ein Brett mit Rädern drunter. Die Hütchen wurden in gleichen Abständen an den Rand gestellt und das Rollbrett 3 Meter vor den Hütchen aufgestellt. Mit Schwung schob ein Mitspieler den Anderen auf dem Brett bis zum ersten Hütchen und ließ ihn dann, bis er aufhörte zu rollen, fahren..

In Halle 2 hieß das Spiel „Pedalo-Parcour“.Man brauchte 2 Hütchen und ein Pedalo, um dieses Spiel zu spielen. Dann musste einer die Zeit stoppen und der andere musste so schnell wie er konnte um die Hütchen fahren und dann war der andere dran.

In Halle 3 hieß das Spiel „Fliegenklatschen-Fußball“.Man musste zwei Mannschaften bilden und jede bekam eine Fliegenklatsche in die Hand. Außerdem wurden zwei Tore wie beim Fußball aufgebaut. Beim Spiel musste man versuchen, so viele Tore mit der Fliegenklatsche wie möglich zu schießen. Die Spielzeit konnte man sch aussuchen.

In Halle 4 hieß das Spiel „Rette sich, wer kann!“Bei diesem Spiele musste man eine Parcour aufbauen, bei dem man den Boden nicht berühren soll oder kann. Es ist egal, was für ein Parcour, aber wichtig war, das am Ende eine Wand oder Matte ist, an der man hochklettern kann.

In Halle 5 hieß das Spiel „Bettlaken-Volleyball“.IN diesem Spiel musste man ein Netz in der Mitte eines Spielfeldes aufspannen, um den Ball rüber zu werfen. Es gab 2 Mannschaften, in denen jeweils immer 3 Bettlaken in Spiel waren. An jedem Tuch standen 2 Kinder oder Erwachsene. Das Ziel war, den Ball so über das Netz zu befördern, das er auf den Boden fällt, wo die andere Mannschaft steht. Fing die aber den Ball, dann war es kein Punkt. Und so ging es immer weiter.

In Halle 6 hieß das Spiele „Turnschuh-Tennis“.Man musste den rechten Schuh ausziehen und man brauchte wieder zwei Mannschaften, die gegeneinander spielten. Zwei Bänke wurden gegenüber hingestellt, das sollten die Tore sein. Man musste versuchen, mit dem Turnschuh einen Tennisball in das gegnerische Tor zu schießen. Die Spielzeit betrug pro Halle 25 Minuten.

Am Ende gab es für jede Schule eine Urkunde und einen fair gehandelten Fußball, und für die Schülerinnen und Schüler einige Süßigkeiten. Es hat einfach viel Spaß gemacht, ungewöhnliche Sportspiele auszuprobieren - und das Gewinnen war nicht das Wichtigste, sondern das Fair Play.

 

 

Hier ein paar Bilder:

 

 

 

Besuch der Tschernobyl-Kinder am 14.06.2006

 

Am Mittwoch, den 14.06.2006 besuchten 25 weissrussische Kinder mit ihren Betreuern, die aus der Region um Tschernobyl kommen und gerade in Deutschland zu Gast sind, von 10 bis 14 Uhr die UNESCO-Schule. Gegen 10 Uhr, kamen sie mit einem Linienbus an der Moerser Straße an, einige aus unserer Klasse haben sie dort abgeholt, während die anderen in der Mensa alles für unser „Willkommensessen“ mit Keksen und Saft vorbereitet haben. Herr Zoller sprach dann eine kurze Begrüßung, die ein Dolmetscher übersetzte. Damit wir wenigstens unsere Namen wussten, hatten wir alle Namensschilder und um das Alter oder so zu erfahren versuchten wir es mit Händen und Füßen und manchmal fragten wir auch den Dolmetscher nach einem Wort, schade, dass wir uns nicht mehr erzählen konnten. Nach der Begrüßung in der Mensa haben wir uns einen Film über die Herstellung von „Fairen“ Fußbällen angeschaut und danach gingen wir in die Sporthalle und machten dort einige Aktionen, wie Staffellauf und Völkerball. Völkerball war etwas chaotisch, weil das Spiel in Russland etwas anders heißt und auch andere Regeln hat, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Zum Mittagessen gingen wir wieder in die Mensa und aßen Pommes mit Frikadelle und tranken Durstlöscher. Nach dem Mittagessen haben wir noch ein Ballspiel im Stuhlkreis gemacht und dann mussten unsere Gäste auch schon wieder fahren. Freu Breuker und Herr Heintel haben uns und die Tschernobyl-Kinder den ganzen Tag begleitet. Hoffentlich kommen unsere Gäste im nächsten Jahr wieder, es war sehr interessant.

Alyssa Petter, 6 d