Wenn schon sitzen, dann am besten an ergonomisch gestalteten Tischen!

Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihres Alltags in der Schule. Deswegen ist es wichtig, sie nicht nur schulisch, sondern auch in ihrer gesundheitlichen Entwicklung zu fördern.

Die Schüler der 5b der UNESCO-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Eva Mischke und den Oberstufenschülern Neele Wagner und Gabriel Lucarno (von rechts nach links)

Der größte Teil des Unterrichts findet aber immer noch im Sitzen statt.  Die angehenden Abiturienten Neele Wagner und Gabriel Lucarno  von der UNESCO-Schule kennen sich nach fast 13 Schuljahren damit bestens aus. Deshalb haben sie sich mit den Klassensprechern ihrer Schule Gedanken darüber gemacht, wie man den Alltag gesünder und bewegter erleben kann.

Die Schüler der 5b der UNESCO-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Eva Mischke (stehend) und den Oberstufenschülern Neele Wagner und Gabriel Lucarno (von rechts nach links)

Nach Beratung durch das Schulamt der Stadt Kamp-Lintfort und der anschließenden  Vorstellung in der Schulkonferenz war schnell klar, was man wollte:  höhenverstellbare Schülertischedie mit den Schülerinnen und Schülern wachsen. Studien haben gezeigt, dass solche ergonomisch gestalteten Tische Kinder  vor Haltungsschäden bewahren  und gesundheitlichen Problemen vorbeugen können. Neele Wagner: „Die Kombination aus Höhen- und Tischplattenneigungsverstellbarkeit ergibt einen  Schülerarbeitsplatz, wie er ergonomischer kaum denkbar ist. Ein weiterer Bestandteil des Projektes sind Konzentrationsübungen, die die Schülerinnen und Schüler in ihren Lernvorgängen  unterstützen. Das Gesamtpaket soll zu einem effizienten Lernen und einer erfolgreichen Entwicklung verhelfen.“

Locker vom Hocker

Auch neue Stühle sollten angeschafft werden, die ein dynamisches Sitzen ermöglichen. Gabriel Lucarno: „Wir haben uns für einen Hocker mit einem  horizontalen Schwingeffekt entschieden. Er passt sich denn Bewegungen an und verharrt nicht starr auf dem Boden. Durch das bewegliche Gummi-Element am Fuß des Hockers schwingt der Stuhl bei jeder Bewegung mit. Der Schüler hält sich so permanent im Gleichgewicht und trainiert dabei im Sitzen die Muskulatur. Manche Anbieter sprechen sogar von einem Fitness-Hocker.“

Schulleiter Jürgen Rasfeld ist von dem neuen Mobiliar angetan. „Beide Ergonomie-Maßnahmen fördern eine optimale Sitzhaltung und verhindern langfristige, gesundheitliche Schäden. Dadurch wird eine konzentrierte Mitarbeit im Unterricht erleichtert.“

Die Schüler der 5b der UNESCO-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Eva Mischke (stehend) und den Oberstufenschülern Neele Wagner und Gabriel Lucarno (von links nach rechts)

Die beiden Abiturienten fanden schnell eine Pilotklasse, in der das neue Mobiliar im Schulalltag getestet werden konnte. Die 5b mit ihren beiden Klassenlehrerinnen Kirsten van den Heuvel und Eva Mischke haben zusätzlich den Klassenraum farblich neu gestaltet. Beide Lehrerinnen nahmen an einer Fortbildung teil, die ein ganzheitliches und nachhaltiges Lernen zum Thema hatte. Eva Mischke: „ Die Fortbildung hat uns viele Impulse aus bewährten Methoden vermittelt, wie Konzentrationstraining, Kinesiologie oder Körperübungen.“

Finanzielle Unterstützung

Das Konzept einer bewegten, gesunden Schule fand  großen Anklang bei der Stiftung der Sparkasse Duisburg „Kinder und Jugend in Kamp-Lintfort“. Sie unterstützte das Vorhaben mit einer großzügigen Spende von 6000 Euro. Auch der Förderverein der UNESCO-Schule ergänzte durch seine Zuwendung die noch fehlenden Anschaffungsbeträge. Ebenso erwähnenswert ist sicherlich auch der großzügige Rabatt der Möbelfirma Projekt Schul- und Objekteinrichtung GmbH.

Schulleiter Rasfeld: „Ich möchte mich herzlich bei allen Sponsoren bedanken. Wir erhoffen uns von den Anschaffungen und pädagogischen Maßnahmen viele wertvolle Impulse, die wir Schritt für Schritt auf alle Jahrgänge übertragen möchten. Mit einer gezielten Gesundheitsförderung können Risikofaktoren minimiert und die Gesundheit aller Schüler nachhaltig gestärkt werden. So bleibt Schule ein gesunder Ort, an dem mit Freude gelernt und gelehrt wird.“

Fotos: Jürgen Rasfeld