Ehrenurkunde im Schulwettbewerb Go ahead

Der Schulwettbewerb Go Ahead  und die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen suchten Beiträge zum Thema Sicherheit im Verkehr. Mitmachen konnten Schulen aller Schulformen und Altersstufen ab Klasse 5 aus Nordrhein-Westfalen. Jedes Jahr werden Begriffe vorgegeben, die zumindest sinngemäß vorkommen müssen – diesmal waren es:Schulweg, Köpfchen, Ansehen, selbstbewusst

Die jetzige 6c schrieb die folgende Kurzgeschichte und bekam für ihr Engagement eine Ehrenurkunde.

Es war einmal ein gewöhnlicher Schultag

An einem gewöhnlichen Schultag, ein gewöhnlicher Junge wachte aus seinen gewöhnlichen Träumen, stieg aus seinem gewöhnlichen Bett, ging ins gewöhnliche Badezimmer, wusch sich wie gewöhnlich, zog seine gewöhnlichen Kleider an und aß sein gewöhnliches Frühstück.

Der gewöhnliche Junge putzte seine gewöhnlichen Zähne, gab seiner gewöhnlichen Mutter einen Kuss und fuhr wie gewöhnlich mit seinem Fahrrad in seine gewöhnliche Schule.

Und während er auf seinem Schulweg durch die gewöhnlichen Straßen fuhr, vorbei an den gewöhnlichen Geschäften gingen dem gewöhnlichen Junge ganz gewöhnliche Gedanken durch den Kopf.

Als er in seiner gewöhnlichen Schule ankam, spielte der gewöhnliche Junge ein gewöhnliches Fußballspiel mit seinen gewöhnlichen Schulkameraden, bis die gewöhnliche Schulglocke läutete.

Der gewöhnliche Junge ging in sein gewöhnliches Klassenzimmer und setze sich an seinen gewöhnlichen Tisch.

Dann passierte was sehr Ungewöhnliches…

„Guten Morgen alle miteinander!“ sagte eine sehr ungewöhnliche Figur, die ins Zimmer hereinkam. „Ich bin Herr Helm euer neue Lehrer. Jetzt kennt ihr mich nicht und ich kenne euch auch nicht. Darum, um euch besser kennen zu lernen, habe ich eine Idee gehabt…“

Und er sagte weiter, während er aus seine Tasche Papier zog:

„In unserer allerersten Stunde will ich, dass ihr ein bisschen Musik zuhört, und dass ihr in euren Köpfen Bilder von Köpfen mit und ohne Helm  entstehen lasst. Verstanden?“

Und die gewöhnlichen Kinder zischten:

„Er spinnt! – Bilder von Köpfen mit und ohne Helm, der ist doch nicht sauber im Köpfchen.“

Herr Helm sagte:

„Augen zu, Ohren auf und hört genau hinzu.“ Und die Musik fing an.

Eine schwungvolle, rollende, stürmische Musik, die in dem ganzen Zimmer prallte. Und dann ….. plötzlich wurde die Musik ganz leise und dann hörte man laute unangenehme Geräusche fast wie bei einem Unfall….. und Herr Helm sagte:

„Sagt, woran die Musik und alles andere euch erinnert hat“

Ein Mädchen schrie: „Die Musik an laufende Pferde!“

Ein anderer sagte: „Nein, es waren Rennautos und die hatten am Ende einen fürchterlichen Unfall.“

Und der gewöhnliche Junge sagte: „Wenn es wirklich ein Unfall war, dann hoffe ich das niemandem etwas passiert ist und wenn ein Radfahrer dabei war hoffe ich, dass er selbstbewusst genug war und einen Helm getragen hat ….“

In diesem Moment wurde er gleich von mehreren Mitschülern unterbrochen die riefen durcheinander, dass sie jetzt die Aufgabe verstehen, wegen der Köpfe mit und ohne Helm und überhaupt …

Da sagte Herr Helm: „Prima, genau darum geht es mir – als ich heute zum ersten Mal hierher kam, habe ich ganz viele Schüler ohne Helm zur Schule fahren sehen und bekam einen riesigen Schreck, weil das so gefährlich ist. Und dann forderte er die Schüler auf, sich einen Spruch auszudenken, den sie in der Klasse aufhängen können und der alle immer wieder an den Helm erinnert.

Sicherheit vor Coolness – steigere dein Ansehen durch kluges Verhalten – schütz dich – trag Helm!

Dieser Spruch ziert jetzt die nicht mehr ganz so gewöhnliche Wand des Klassenzimmers unseres gewöhnlichen Jungen.

Am Ende dieses ungewöhnlichen Schultages, sah der gewöhnliche Junge Herrn Helm in sein Auto einsteigen.

Und als es Schlafzeit wurde, zog der gewöhnliche Junge seinen gewöhnlichen Pyjama an, putzte seine gewöhnlichen Zähne und ging wie gewöhnlich ins Wohnzimmer, gab seinen gewöhnlichen Eltern einen Gutenachtkuss und ging schlafen in sein gewöhnliches Bett…

… hatte vielleicht ungewöhnliche Träume.