Meine Mama liest vor – meine Lehrer auch! Vorlesetag an der UNESCO-Schule Kamp-Lintfort


Abteilungsleiterin Heike Siepen liest den Schülern der 5f vor.

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft und  ehrenamtlich, wie schön und wichtig Vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Der 17.11.2017 war auch der Tag des Vorlesens an der UNESCO-Schule Kamp-Lintfort. Aus diesem Grund regte die Fachkonferenz Deutsch der UNESCO-Schule Kamp-Lintfort an, die nachhaltige Bedeutung der Sprach- und Leseförderung durch eine Aktion zu unterstreichen. Alle Schulleitungsmitglieder besuchten - wie in den Jahren zuvor -  in der ersten Schulstunde (8. 00 – 8. 45 Uhr) jeweils eine fünfte Klasse, um den Schülerinnen und Schülern etwas vorzulesen und mit ihnen über das Gelesene zu sprechen.

Das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen führt in seiner Studie eindrucksvoll aus, welche Bedeutung dem Vorlesen zukommt. „Mit dem Betrachten, Erzählen und Vorlesen erwerben Kinder neben Wortschatz auch Kenntnisse sprachlicher Strukturen, erlernen Empathie, um sich in andere Personen hineinzuversetzen, und auch der Fantasieentwicklung kommt durch das Vorlesen eine bedeutsame Rolle zu.“

Die  entscheidenden Grundsteine für die spätere Lesefreude der Kinder werden im Elternhaus gelegt. Dabei kommt es auch und besonders auf die Väter an, die eine wichtige Vorbildfunktion beim Lesen bzw. Vorlesen erfüllen können. Nicht ohne Grund gibt es die Initiative „Mein Papa liest vor … meine Mama auch!“ Mit der Aktion möchte die UNESCO-Schule diese Initiative unterstützen.

Schulleiter Jürgen Rasfeld: „ Vorlesen und Erzählen verstehen wir als ein zentrales Bildungsinvestment. Eltern und Lehrer, die vorlesen, leisten einen wertvollen Beitrag zu einer ganzheitlichen Entwicklung der Kinder.“

In diesem Jahr wurden die Lehrer der UNESCO-Schule von elf Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe unterstützt. Sie besuchten die Klassen der Jahrgangsstufe sechs, um ihnen  ihre Lieblingsgeschichten vorzutragen. Deutschlehrerin Tanja Junkers freute sich sehr über das Engagement ihrer Oberstufenschüler.

Die Vorleser aus der gymnasialen Oberstufe treffen sich mit Schulleiter Jürgen Rasfeld (links) und Deutschlehrerin Tanja Junkers (3. von links) zu ihrem Einsatz im 6. Jahrgang.

Dorothee Lauterbach, Abteilungsleiterin 1 der UNESCO-Schule: „Auch in diesem Jahr haben wir den Vorlesetag vielfältig an unserer Schule  gestaltet. Die Bücherwelt ist ja eine besondere Welt. Entspannung, Freude und Neugier können dabei erfahren werden. Die Kinder erschließen durch eine gute Lesekompetenz ihren Alltag. In allen Unterrichtsfächern und in ihrer gesamten Umwelt ist das sinnentnehmende Lesen besonders wichtig.“