Landesgartenschau- und Kunst-Projekt der UNESCO-Schule: Der erste Spatenstich der Garten-AG!

 

Belinda, Anny, Luke und all die anderen Kinder der neu eingerichteten Garten-AG sind begeistert: Der erste Spatenstich ist getan! Die Schulgemeinde kann nun stolz in jeder großen oder kleinen Pause auf eine der ersten Außenstellen der Landesgartenschau blicken: Den künftigen Färbergarten vor der traditionsreichen Turnhalle „Glück Auf-Halle 1“. Schulleiter Jürgen Rasfeld kam persönlich vorbei, streifte die Gartenhandschuhe über und griff beherzt zum Spaten, den Aragon mitgebracht hatte.

Schulleiter Jürgen Rasfeld beim ersten Spatenstich der Garten-AG

Das Färbergarten-Projekt

Rund um zwei große, prächtige Bäume wird auf einer Fläche von ca. 260 Quadratmetern ein Färbergarten entstehen: Ein Färbergarten ist ein bunter Garten, in dem mit natürlichen Mitteln Farbstoffe gewonnen werden können, etwa zum Bildermalen.

Das Projekt an der UNESCO-Schule knüpft an die Aktivitäten des Künstlers Peter Reichenbach an, die unter dem Namen „Sevensgardens“ inzwischen stadtbekannt sind – ein Projekt der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort. Und wie die Gartenschau-Anlagen rund um den alten Zechenturm das Herz der Stadt aufwerten, so wird der neue Schulgarten einen der Schulhöfe der UNESCO-Schule schmücken: Ein neues grünes Paradies als Treffpunkt. 

Von den ersten Ideen bis zur Realisierung

Seit Schuljahresbeginn planen die Kinder der Arbeitsgemeinschaft, wie man den Färbergarten in der Schule anlegen könnte. Dafür haben sie Skizzen gezeichnet, von denen Biologielehrerin Kirsten Matthes die besten Ideen in einer Computer-Grafik visualisiert. Die Schülerinnen und Schüler werden die Fläche mit Unterstützung ihrer Lehrerinnen Kirsten Matthes und Ulrike Spikker und ihrem Lehrer Herrn Dr. Jörg Grütjen nach und nach bepflanzen. Wenn alles klappt wie geplant, entsteht im vordersten Gartenstreifen eine pflanzliche Farbabfolge mit fast allen Regenbogenfarben. 

UNESCO-Schüler der Garten-AG mit ihren Lehrern Kirsten Matthes (4. von links)und Dr. Jörg Grütjen (Bildmitte)

Die Stadtverwaltung und die Schulleitung helfen engagiert

Sabine Kliemann, didaktische Leiterin der Schule, setzt sich für die Garten-Aktivitäten ein, indem sie sich um finanzielle und organisatorische Unterstützung für das Projekt in und um Kamp-Lintfort kümmert. Die UNESCO-Schule engagiert sich für die Garten-AG-Kinder, die Schulgemeinde, die Stadt Kamp-Lintfort und die Landesgartenschau, um ein gelungenes Projekt auf die Beine zu stellen. Doch völlig alleine können die kleinen Kinder-Gärtner das nicht schaffen. Deshalb stehen Frau Kliemann und die Schulleitung in Kontakt mit dem Amt für Gebäudewirtschaft und dem Grünflächenamt in Kamp-Lintfort. Die Mitarbeiter haben die Ärmel hochgekrempelt und bereits die Flächen vor der Turnhalle hergerichtet, einen Zaun gesetzt, eine Bodenplatte für die geplante Färberhütte angelegt sowie für einen Stromanschluss gesorgt. Außerdem wurden erste Schritte für eine Bewässerungsmöglichkeit unternommen, sodass in Zukunft Regenwasser der großen Turnhalle gesammelt und für das kleine Gartenparadies genutzt werden kann. Auch der Förderverein und die Sparkassenstiftung helfen der Schule gerne bei den entstehenden Kosten im Rahmen der Gartengestaltung.

Der Schulleiter zu Besuch bei der Garten-AG

Jetzt drängt die Zeit, denn im Herbst müssen die ersten Beete angelegt und bepflanzt werden. Dafür treffen sich die etwa ein Dutzend Kinder aus den Klassenstufen 5 bis 7 einmal in der Woche, montags zwischen 14.15 und 15.45 Uhr, im Garten. Anfangs nach den Sommerferien war die Fläche mit Unkraut übersät. Deshalb jäten Victoria, Hanna, Joel und die anderen Kinder immer wieder fleißig und mit viel Ausdauer das Unkraut.

Besonders gefreut hat sich Amelie über das neue kleine Gartentor, das in den Herbstferien eingebaut wurde. Ilma, Dilara und die Anderen haben inzwischen die ersten Beete ausgemessen und markiert. Ole, Dominik und seine Gartenfreunde haben begonnen, Holz-Einfassungen zu setzen.

Die Garten-AG-Kinder trauen es sich nicht zu sagen: Aber gewiss träumen sie davon, dass der kuschelige „Kalli“, das Schmuse-Maskottchen der Landesgartenschau, sich irgendwann mal persönlich ihren Färber-Garten anschauen wird. Genauso freuten sich die Kinder riesig, dass der Schulleiter schon beim Garten-AG-Treffen in dieser Woche da war. Jürgen Rasfeld wirkte sehr zufrieden mit der Schaufel in der Hand im entstehenden kleinen Gartenparadies der UNESCO-Schule: ein kleines, aber großartiges Seitenprojekt der Landesgartenschau 2020. 

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