„Brennpunkt Zukunft – Agenda 2030“ – Jahresleitthema an der UNESCO Schule Kamp-Lintfort

„Armut in allen ihren Formen und überall beenden!“ – Schüler sammeln für die Tafel

„Brennpunkt Zukunft“ - so lautet das derzeitige Jahresleitthema der UNESCO Schule Kamp-Lintfort. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit diesem Thema finden 32 Jahre nach Tschernobyl  an der Gesamtschule dazu drei Projekttage statt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in verschiedenen Workshops mit Themenbereichen aus der Agenda 2030 auseinander – ganz nach dem Motto von Willy Brandt, der einmal sagte: „Freiheit ist nicht bequem. Demokratie braucht Leistung.“ 

 

Jan-Niklas Hagmanns freut sich mit seiner Lehrerin Janina Möller über die zahlreichen Spenden für die Tafel Kam-Lintfort

Die Agenda 2030 wurde in einer „Sternstunde“ der UNO im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet.

Mit dieser Zukunftsplanung für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. „Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten,“ sagte Ban -Ki Moon, UN-Generalsekretär von 2007 bis 2016.

UNESCO-Lehrerin Petra Breuker: „Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind das Kernstück der Agenda 2030. Sie tragen der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension der nachhaltigen Entwicklung in ausgewogener Weise Rechnung und führen zum ersten Mal Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung in einer Agenda zusammen.“

UNESCO-Lehrer Ralf Heintel: „Wir gehen in Kamp-Lintfort auch der Frage nach, wie Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig genutzt werden können.“ Ziel 14 fordert, dass bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung erheblich verringert und die Versauerung der Ozeane auf ein Mindestmaß reduziert wird. Bereits bis 2020 sollen die Meeres- und Küstenökosysteme nachhaltig bewirtschaftet und geschützt werden.

UNESCO-Lehrer Dominik Schütz sammelt mit seinen Schülern Plastikmüll entlang der Fossa Eugeniana auf

Einen ersten Schritt dazu unternahmen die Schüler der 5a mit ihren Klassenlehrern Hannah Weber und Dominik Schütz. Sie sammelten entlang des Baches Fossa Eugeniana unterhalb des Kamper Berges jede Menge Plastikmüll auf. Dominik Schütz: „Es ist unglaublich! Innerhalb kurzer Zeit haben wir acht Säcke mit Plastikmüll einsammeln können – ganz nach dem Motto „Global denken – lokal handeln.“

 

Die Vertreter der Tafel, Wilfried Hahn und Daniel Uhlitzsch (3. und 4. von rechts) freuen sich mit Schulleiter Jürgen Rasfeld (rechts) über die vielen Lebensmittelspenden der UNESCO-Schüler

Das erste Ziel  der Agenda 20 30 „Armut in allen ihren Formen und überall beenden!“ fand bei den UNESCO-Schülern besondere Beachtung. Eine Woche wurden unter der Regie der Oberstufenschüler Jan-Niklas Hagmanns und Louisa Klabunde haltbare Lebensmittel für die Tafel Kamp-Lintfort gesammelt. SV-Lehrerin Janina Möller: „Mit so vielen Spenden hätten wir nicht gerechnet. Mit ihrer schnellen und unbürokratischen Hilfe lindern die Tafeln die Folgen von Armut in einer reichen Gesellschaft - sie stehen mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für Solidarität und Mitmenschlichkeit.“

Die mobile Kindertafel mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern Hansi Doersch und Belanda Fritsch (von links) informieren die Schüler der 6b über der vielfältigen Aufgabe der Kindertafel

Auch die Kindertafel Kamp-Lintfort besuchte in der Projektwoche mit ihrem Bus die Gesamtschule. Über 15 Prozent aller Kinder und Jugendliche sind von Einkommensarmut betroffen. Sie leben in Familien, die mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens auskommen müssen oder staatliche Grundsicherung beziehen. Die Kindertafeln bieten Projekte rund um das Thema Ernährung wie Kochkurse und Schulfrühstücke an. Tafeln zeigen Kindern, wie sie gesunde Lebensmittel zubereiten können und welche Lebensmittel gut zusammen schmecken.

Hansi Doersch und Belanda Fritsch bereiten in ihrem mobilen Bus der Kindertafel warme Mahlzeiten für bedürftige Kinder vor

Schulleiter Jürgen Rasfeld: „Durch diese vielen Projekte fördern Tafeln gezielt die soziale Teilhabe, das Wohlergehen und die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, die sonst häufig Ausgrenzung erfahren. Es ist sehr schön, dass meine Schüler heute viel davon erfahren haben.“ 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok